Hohe Erfolgsquote bei Geräteprüfungen
Im Jahr 2025 wurden an der ETH Zürich systematische Ger?teprüfungen (GeP) durchgeführt. ?ber 96 Prozent der elektrischen Ger?te erfüllten dabei alle Testkriterien. Beide GeP-Umsetzungsmodelle haben sich bew?hrt.
An der ETH Zürich sind in Labors, Werkst?tten und Büros t?glich zehntausende elektrische Ger?te im Einsatz. Für einen sicheren Betrieb werden diese Ger?te periodisch geprüft. Sind alle Elektroteile doppelt isoliert? Funktioniert der Schutzleiter im Falle eines Defektes? Sind Aufschriften und Typenschilder vorhanden und korrekt?
Im Jahr 2025 wurden erstmals systematische Ger?teprüfungen (GeP) durchgeführt und dabei insgesamt über 70’000 Ger?te auf ihre elektrische Sicherheit geprüft. ?ber 96 Prozent der Ger?te erfüllten die Testkriterien vollumf?nglich. Rund 2600 Ger?te wurden beanstandet. Diese konnten aber zumeist vor Ort repariert bzw. ersetzt werden.
?Mit der Ger?teprüfung (GeP) wird sichergestellt, dass von Elektroger?ten keine elektrische Gefahr ausgeht.?Stefan Nüesch, Fachstelle Elektro, Abteilung Engineering und Systeme
Schwachpunkte: Reiseadapter und Steckdosenleisten
Die Beanstandungen betrafen mehrheitlich Reiseadapter und defekte Steckdosenleisten.
Ausl?ndische Ger?te ohne passende Stecker wurden h?ufig mit Reiseadaptern betrieben. Diese weisen jedoch nicht den für einen Dauerbetrieb erforderlichen Schutz auf und wurden bei der GeP durch konforme Typen ersetzt.
Defekte Geh?use oder gebrochene Abdeckungen von
Steckdosenleisten sowie ausgerissene Kabel wiesen einen ungenügenden Berührungsschutz auf und wurden ebenfalls vor Ort ersetzt.
Prüfung mit internen oder externen Experten m?glich
Sowohl die Umsetzung mit internen als auch mit externen Experten hat sich bew?hrt. Wenn externe Unternehmen zum Einsatz kommen, werden nach M?glichkeit Synergien mit der periodischen Kontrolle elektrischer Anlagen (PK) genutzt. Die ETH Zürich hat Rahmenvertr?ge mit vier zertifizierten Prüfunternehmen abgeschlossen, die sowohl GeP als auch die PK durchführen. Diese Prüferinnen und Prüfer schaffen dank ihrer Erfahrung bis zu 15 Ger?te pro Stunde. Die Erfahrungen aus dem Jahr 2025 zeigen: Je enger die Abstimmung auf Geb?udeebene, desto effizienter und kostengünstiger die Inspektionen.
?Die Zusammenarbeit mit dem externen Partner bei der Durchführung der Ger?teprüfung verlief reibungslos.?Andrea Skriba-Makra, Mitarbeiterin D-MATH
Viele technische Verantwortliche, etwa im Laborumfeld von D-PHYS und D-CHAB, haben ein unübertroffenes Verst?ndnis der eingesetzten Ger?te und führen daher die GeP teilweise selbst durch. Zu diesem Zweck hat die ETH Zürich zw?lf spezialisierte Messger?te beschafft und die Verantwortlichen in Bezug auf die Durchführung der Ger?teprüfungen geschult.
?Da wir die Bedürfnisse der Forschenden bestens kennen, k?nnen wir zum Thema GeP umfassend beraten und unterstützen.?Martin Kl?ckner, Labor Support Gruppe, D-PHYS
Da die Leiterinnen und Leiter der jeweiligen Organisationseinheit für die Durchführung der Ger?teprüfung und für die Sicherheit in ihrem Bereich verantwortlich sind, entscheiden sie auch über die Art der Umsetzung.
Pragmatische Umsetzung der GeP – zwei Modelle stehen zur Wahl
Verantwortlich für die Durchführung der GeP sind die Ger?tebesitzenden. Bei der ETH sind dies die Professorinnen und Professoren sowie die übrigen Leiterinnen und Leiter von Organisationseinheiten. Sie beauftragen interne Personen oder externe Prüfunternehmen.
Die Abteilungen SGU (Sicherheit, Gesundheit und Umwelt), E&S (Engineering und Systeme) und FS (Facility Services) beraten bei Umsetzungsfragen und führen zur Qualit?tssicherung Stichproben bzw. Sichtprüfungen durch. Wenn die Durchführung dem ETH-Konzept entspricht und offizielle externe Vertragspartner eingesetzt werden, k?nnen diese Drittkosten über die Abteilung E&S zurückgefordert werden.
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